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Das Coenzym Q10, Hyaluronsäure oder Retinol – sie sind uns alle längst ein Begriff. Wie steht es aber mit den Ceramiden? Kennst du den neuen Geheimtipp aus der Anti-Aging-Industrie? Wir verraten, was es mit dem Wirkstoff auf sich hat.

Länger frische Haut und ein jugendliches Aussehen? Ceramide sind ein Bestandteil eines wirkungsvollen Pflegecocktails, der genau das begünstigt. Du kennst den Wirkstoff noch nicht? Das macht nichts, denn tatsächlich sind Ceramide noch ein geheimer Favorit der Pflegeindustrie. Im Mainstream ist der Wirkstoff noch nicht angekommen. Dabei kommt das Lipid uns in mehr als einer Hinsicht zugute. Stressige, gereizte und trockene Haut? Für sie alle gilt: Ceramide sind die Rettung. Aber was sind Ceramide eigentlich? Was bewirken sie in der Haut und wieso sind sie ein wirkungsvolles Anti-Aging-Tool? Wir erklären, welche Vorteile das Lipid für deine Haut hat und warum du es unbedingt in deine Pflegeroutine einbauen solltest.

Ceramide – der „Mörtel“ in unserer Hautbarriere

Was sind Ceramide? Was sich synthetisch anhört, ist tatsächlich ein körpereigener Bestandteil der Haut. Ceramide sind Fette, die in der obersten Hautschicht siedeln. Hier machen sie den Hauptteil der Fette aus und helfen dabei abgestorbene Hautzellen miteinander zu verbinden. Dadurch entsteht unsere Hautbarriere. Allein daran lässt sich erkennen, wie wichtig Ceramide für unsere Haut sind. Denn die Hautbarriere ist unsere Schutzhülle. Sie schützt uns gegen äußere Einflüsse – zum Beispiel gegen Bakterien – und reguliert den Wasserhaushalt der Haut. Darüber hinaus stellt sie sicher, dass die Haut optimal mit Feuchtigkeit versorgt ist. Bröckelt diese Schutzmauer, dann trocknet die Haut aus. Falten und weniger Elastizität sind die Folgen. Kurz: Wenn die Hautbarriere nicht intakt ist, sehen wir schnell „alt“ aus. Schlimmer noch: Die Haut wird rau und rissig und ist damit viel anfälliger für schädigende äußere Einflüsse.

Deshalb sind Ceramide so wichtig für unser größtes Organ. Als „Mörtel“ in unserem Schutzschild hält es die oberste Hautschicht intakt und stellt so den Schutz unserer Haut sicher. Das Lipid ist also essentiell für eine gesunde Haut. Der Körper bildet daher andauernd neue Ceramide. Nur leider werden die Fettmoleküle mit dem Alter weniger. Wenn dann noch äußere Faktoren wie Stress, ungünstige Wetterbedingungen oder ein falscher pH-Wert dazukommen, kann es schnell zu einem Mangel an Ceramiden kommen. Und das hat ernste Folgen für unsere Haut.

Nicht nur Trockenheit oder Irritationen sind vorprogrammiert, wenn der Ceramid-Anteil in unserer Haut abfällt. Neueste Studien zeigen, dass ein Ceramid-Mangel auch mit solchen Hautkrankheiten, wie Neurodermitis oder Psoriasis in Verbindung stehen. Das liegt an der geschädigten Hautbarriere, die mit weniger Ceramiden einhergeht. Deshalb ist es so wichtig, die Haut mit Ceramiden zu versorgen.

Eine stärkere Hautbarriere mit Ceramiden

Unsere Hautbarriere wird ständig erneuert. Ceramide spielen dabei eine zentrale Rolle, denn sie gehören zu den Grundbausteinen unserer Schutzhülle. Um die Ceramidproduktion anzukurbeln, empfiehlt es sich unter anderem Cremes zu benutzen, die Ceramide enthalten. Das ist besonders dann empfehlenswert, wenn du unter trockener und rissiger Haut leidest. Auch ständig irritierte Haut oder eine Hautkrankheit können auf einen Ceramidmangel in der obersten Hautschicht hinweisen. Dann sind Ceramide deine SOS-Nothelfer. Cremes mit den Lipiden helfen dabei, den Wirkstoff in die Haut einzufügen. Außerdem regen sie die Haut an, selbst vermehrt Ceramide zu produzieren. Eine Win-win-Situation also.

Doch woran erkennst du, dass eine Creme Ceramide enthält? Das ist ganz einfach. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe reicht aus. Unsere Haut enthält insgesamt neun verschiedene Ceramidlipide. Am häufigsten findet sich in Cremes das sogenannte Ceramide NP. Aber Achtung: Ceramide finden sich nicht in vielen Cremes. Das liegt daran, dass Ceramide zu sehr wertvollen Rohstoffen gehören. Im meinduft.de-Shop findest du ausgewählte, hocheffektive Produkte, die Ceramide enthalten, darunter das Tagesserum Arcelmed Blue Day von Jean D’Arcel  Der Ceramid-Komplex darin hat eine feuchtigkeitsspendende Wirkung und hilft unter anderem dabei Falten zu reduzieren. Neben Cremes haben wir aber auch Make-up oder Cleanser, die mit Ceramiden die Haut regenerieren. Dazu gehören etwa der MSB Calming Line Cleanser. Der große Vorteil von Ceramiden: Weil sie bereits ein körpereigener Bestandteil sind, lassen sich Produkte mit diesem Wirkstoff leicht absorbieren und vertragen.

Ceramide für die verschiedenen Hauttypen

Ceramide verbessern die Hautbarriere und sorgen so für mehr Balance im Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Daraus ergibt sich ein toller Anti-Aging-Effekt. Denn eine Haut, die optimal mit Feuchtigkeit versorgt ist, hat weniger Falten. Eine rundum gesunde Schutzhülle lässt keine Krankheitserreger an die Haut. Auch äußere Einflüsse haben hier keine Chance Schaden auf der Haut anzurichten.

Wann solltest du deine Haut zusätzlich mit Ceramiden versorgen? Grundsätzlich sind Ceramide natürlich für jede Haut von Vorteil. Aber es gibt drei Hauttypen, für die ein Extra-Pflege-Boost mit Ceramiden noch sinnvoller und ertragreicher ist. Dazu gehören reife Haut, trockene Haut sowie eine mit Dermatitis, Neurodermitis oder Psoriasis erkrankte Haut.

Besonders gegen die Hautalterung sind Ceramide ein Geheimtipp. Weil sie die Schutzbarriere der Haut stärken, sind sie wesentlich für eine gesunde und schöne Haut. Eine Haut, deren Feuchtigkeitshaushalt im Lot ist, sieht frischer und rosiger aus. Und die hat weniger Falten. Eine Ceramid-Creme ist also eine effektive Vorbeugungsmaßnahme gegen die Hautalterung. Das gilt übrigens auch für die dünne Haut um die Augen.

Trockene Haut ist oft bedingt durch eine geschädigte Hautbarriere. Ist die Schutzmauer stark, verliert die Haut weniger an Feuchtigkeit und die Haut ist gesünder. Ein Ansatz, dies zu verhindern, kann eine Pflege mit Ceramiden sein. Zusätzlich sollte aber auch auf eine aggressive Reinigung oder Peelings, die die Haut angreifen, verzichtet werden.

Bei Hautkrankheiten ist wiederum die gestärkte Hautbarriere das Hauptargument für eine erhöhte Zufuhr von Ceramiden. Denn gerade bei Neurodermitis, Psoriasis oder Dermatitis konnte in Studien weniger Ceramide in der Haut bewiesen werden. Deshalb ist es sinnvoll, hier mit Ceramid-Cremes nachzuhelfen. Das macht die Haut stärker und gesünder – auch weil sie vor Viren, Bakterien und Pilzen schützt. Gerade bei einer ohnehin angegriffenen Haut ist das wichtig.

Ceramide sind nicht umsonst der Geheimtipp in der Kosmetikindustrie. Sie sind unsere Schutzpolizei im Kampf gegen äußere Einflüsse und damit eine sehr wirkungsvolle Lösung im Kampf gegen trockene oder gestresste Haut. Mit Ceramiden beugst du der Hautalterung vor und tust viel für eine gesunde Haut.