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Ab einem gewissen Alter sind Akne und Pickel nicht mehr die größte Hautsorge die vielen Menschen haben. Stattdessen sorgen wir uns um Lachfalten und Krähenfüße, die sich gerne mit zunehmendem Alter über das Gesicht ausbreiten. Für viele sind diese Falten besonders lästig, denn sie lassen uns nicht nur älter wirken, das Gesicht wirkt weniger ebenmäßig und frisch. Da denken sich vielen: Abhilfe muss dringend her. Zunächst wird zu diversen Cremes und Seren, die versprechen den Alterungsprozess anzuhalten, gegriffen. Doch ihre Wirkung ist meist unbefriedigend. Die Effekte sind kaum sichtbar oder sie halten nicht lange an. Viele denken sich, dass bei Falten, Linien und Co nur noch der Gang zum Schönheitschirurgen bleibt. Dieser soll mit Botox, dem altbewährten Mittel um den Alterungsprozess zu stoppen, die Falten verschwinden lassen.

Doch Botox ist schon lange nicht mehr die einzige Methode um die Falten verschwinden zu lassen. Immer mehr wird in der Schönheitschirurgie und der Dermatologie auf Hyaluronsäure gesetzt um die Haut aufzuplustern und jünger wirken zu lassen.

Hyaluronsäure mag für viele Beautybegeisterte ein bekannter Begriff sein, denn diese Wunderzutat kommt vermehrt in diversen Cremes und Seren zum Einsatz. Es eignet sich nämlich sehr gut als Feuchtigkeitsspender. Doch als anti-aging Produkt ist es weniger bekannt. Dabei ist es sehr effektiv und kann für viele eine gute Alternative zu Botox sein.

Doch welche Methodik eignet sich für wen? Wie wird Botox angewendet? Wie kommt Hyaluronsäure zum Einsatz? Welche Vorteile bieten die beiden Methoden? Welche Nachteile gibt es? Verschwinden damit tatsächlich Falten, Linien und Co.? Die Antworten zu diesen Fragen habe ich für alle, die gerade überlegen wie sie ihre Falten loswerden oder für die, die einfach an die Unterschiede zwischen Hyaluron und Botox interessiert sind, parat. Lest dafür einfach weiter. Die Wahl zwischen den beiden Verjüngungsmethoden sollte euch danach um einiges Einfacher fallen.

Verschiedene Verjüngungsmethoden für verschiedene Bedürfnisse


Grundsätzlich gilt, dass man seine Verjüngungsmethode seinen Bedürfnissen anpassen sollte. Wenn man also etwas gegen die Mimik Falten, die sich zum Beispiel auf der Stirn oder in der Zornesfalte bemerkbar machen, tun möchte, dann sollte man lieber zu Botox greifen. Dieses lähmt nämlich die Muskeln und dadurch wirken die Falten um einiges reduzierter. Bei kleineren Fältchen, die sich zum Beispiel um die Augen und um den Mundbereich ziehen, eignet sich eine Behandlung mit Hyaluronsäure besser. Dieses füllt nämlich von innen heraus die Falten und Linien auf. Sie wirken dadurch geglättet und der Teint erscheint ebenmäßiger. Man sagt, dass sich Botox am besten für die obere Gesichtshälfte eignet und Hyaluronsäure eher in der unteren Hälfte des Gesichts seine Wirkung am besten zeigt. Da sich die Falten allerdings von Mensch zu Mensch anders zeigen und verhalten, kann man keine vollkommen pauschale Aussage machen, über welche Methode sich für welche Falten eignen, machen. Ein Facharzt kann bei solchen Fragen wertvollen Rat bieten. Was man allerdings durchaus sagen kann ist, dass sich Botox und Hyaluronsäure sehr gut kombinieren lassen. So können beide Methoden gleichzeitig die Falten und Linien im Gesicht effektiv bekämpfen.

Botox – der Muskellähmer

Wenn man an die Faltenbekämpfung denkt, dann kommt einen meist eine Behandlung mit Botox zuerst in den Sinn. Denn diese Methode ist bereits seit vielen Jahren, für Stars, Sternchen und auch ‚normale’ Menschen die beliebteste Art sich von Falten, Linien und Co zu verabschieden.

Bei einer Behandlung mit Botox kommt ein Nervengift, das den Namen Botulinumtoxin trägt, zum Einsatz. In der Haut angewendet, hemmt es die Ausschüttung von Acetylcholin, einem Neurotransmitter, an die motorischen Endplatten. Auf gutdeutsch gesagt, wird zwischen Nerv und Muskel kein Signal übertragen. Die Muskulatur, die an diesen Stellen quergestreift ist, wird durch das Botox gelähmt. Besonders bei der Zornesfalte, die sich zwischen den Augenbrauen zeigen lässt und einen oftmals sauer oder genervt aussehen lässt, eignet sich Botox gut um diese milder erscheinen zu lassen. Zornesfalten, die bereits seit einigen Jahren sichtbar sind und auch sehr tief sitzen werden wahrscheinlich auch nicht mit Botox vollkommen verschwinden. In diesem Fall lohnt es sich auch eine zusätzliche Behandlung mit Hyaluronsäure aufzusuchen, durch diese können die überbleibenden Linien aufgefüllt werden.

Botox muss von einem speziell ausgebildeten Arzt administriert werden, denn es handelt sich bei dem Wirkstoff um ein verschreibungspflichtiges Medikament. In seinen Händen ist das Nervengift weitgehend ungefährlich, denn es kann nicht in den Kreislauf gelangen und wird auch nur gering dosiert.

Botox wird in flüssiger Form, mittels einer Spritze, in die Haut injiziert. Zunächst müssen diverse Grimassen, die zur täglichen Mimik gehören, gezogen werden. Somit kann festgestellt werden, welche Muskeln für die Falten verantwortlich sind.  Das Medikament wird dann in die mimische Muskulatur, das knapp unter der Haut sitzt, gebracht. Meist muss das Medikament im Abstand von wenigen Millimetern in die jeweiligen Muskeln gespritzt werden. Das entspannt die Muskeln und lässt die Falten weniger ausgeprägt wirken.

Die Prozedur ist für die meisten Patienten relativ schmerzarm, denn der Arzt verwendet eine äußerst dünne Nadel. Eine Vollnarkose wird auch nicht benötigt. Es reicht, dass die Behandlung ambulant durchgeführt wird, denn sie ist nicht nur komplikationsarm, sondern auch recht zügig durchgeführt.

Die erste Milderung der Falten ist oftmals nach 48 bis 72 Stunden erkennbar und der volle Effekt ist nach ein bis zwei Wochen sichtbar. Oftmals hält das Ergebnis, je nach Patient, drei bis sechs Monate und kann bei Bedarf aufgefrischt werden. Falls das nicht erwünscht wird, dann klingt der Effekt von alleine ab, denn der Körper baut das Nervengift nach und nach ab.

Botox wird auch nicht nur zur Bekämpfung von Falten und Linien angewendet. Es kommt auch für verschiedene andere Beschwerden zum Einsatz. So kann man beispielsweise Asthma, Migräne, Depression, Hyperhidrose (übermäßige Schweißbildung), Schluckstörungen und auch Muskelverspannungen mit Botox lindern.

Hyaluron-der Feuchtigkeitsfluter

Hyaluron wirkt auf einer sehr unterschiedlichen Weise zu Botox. Anders als das Nervengift ist Hyaluron ein Produkt, das von unserem Körper eigens produziert wird. Es ist eine transparente, gelartige Flüssigkeit, die sehr gut die Feuchtigkeit bindet. Da die Wirkung von Hyaluron sehr groß ist wird es heutzutage im Labor hergestellt und in diversen Pflegeprodukten und Anti-Aging Cremes eingebracht. Da die körpereigene Hyaluronproduktion mit zunehmendem Alter abnimmt führt es zu einem Feuchtigkeitsverlust. Dies artet dann in die feinen Linien, die sich oftmals um die Augen und im Bereich des Mundes ziehen, aus. Mit dem künstlich hergestellen Hyaluron kann man diese Falten von innen heraus wieder aufpulstern und füllen. So schenkt man dem Gesicht mehr Volumen. Zwar können Produkte mit Hyalurongehalt einiges bewirken um der Haut wieder Feuchtigkeit zu schenken, sie können aber nicht so tief in die Haut dringen. Hier schafft eine kosmetische Behandlung mit Hyaluron Abhilfe schaffen. Das Mittel wird in die Haut gespritzt und kann tiefer in die einzelnen Schichten der Haut dringen. So füllt es von innenheraus die Haut und durchflutet es so mit Feuchtigkeit. Die feinen Linien wirken nach der Behandlung gemildert.

Die Flüssigkeit wird in geringen Mengen in die Haut gespritzt und verteilt sich hier von selbst. Somit kann man zwar keine gezielte Faltenbekämpfung veranlassen, aber eine größere Fläche der Haut behandeln. Meist sind die Effekte der Hyaluronbehandlung bereits nach kürzester Zeit sichtbar und ist auch dank der feinen Nadel die bei der Prozedur zum Einsatz kommt, relativ schmerzfrei. Da es sich bei Hyaluron, wie bereits erwähnt um eine Substanz handelt, die vom Körper selbst produziert wird, ist eine Behandlung mit ihr auch sehr risikoarm. Es besteht kaum die Gefahr, das Nebenwirkungen entstehen.

Die gute Verträglichkeit von Hyaluron bedeutet auch, dass sie sich sehr gut mit anderen Mitteln zur Bekämpfung von Falten und Linien kombinieren lässt. Hyaluron eignet sich nicht nur zur Minimierung von Linien, man kann dieses Mittel auch anwenden, um eine fahle, trockene Haut wieder zum Strahlen zu bringen. Um länger in den Genuss der Effekte zu kommen kann man bei Bedarf die Behandlung wiederholen. Ansonsten halten die Effekte von Hyaluron ungefähr acht Monate.

Nachteile von Hyaluron und Botox

Zwar bieten Verjüngungsbehandlungen sowohl mit Botox, als auch mit Hyaluron einige Vorteile, es gibt auch Nachteile zu diesen Behandlungen. So baut der Körper Botox und Hyaluron nach einiger Zeit von selbst ab. Somit sind die Ergebnisse nur eine begrenzte Zeit sichtbar und die Behandlung muss bei Bedarf wiederholt werden. Des Weiteren können auch sehr tiefe Falten nicht immer vollkommen reduziert werden. Meist gebrauch es sogar eine Mischung aus beiden Behandlungsmethoden, um ein wirklich faltenfreies Gesicht zu bekommen. Da beide Behandlungsmethoden risiko- und komplikationsarm sind sollten die oben genannten Nachteile nicht ein Grund sein sich von einer Behandlung mit Botox oder Hyaluron abschrecken zu lassen. Es ist aber wichtig, sie bei der Wahl der Behandlungsmethode berücksichtigt werden, wenn man mit dem Gedanken spielt Falten und Linien behandeln zu lassen.

Sowohl Botox als auch Hyaluron sind sehr effektive Mittel um Falten und Linien zu bekämpfen. Je nach Faltenart kann man sich für eine oder beide Methoden entscheiden und sich so für mehrere Monate von seinen lästigen Linien verabschieden. Der Teint erscheint jünger und frischer.

abt ihr Euch schon mit dem Thema Verjünungsbehandlungen befasst? Habt ihr bereits eines der Methoden ausprobiert? Wie zufrieden seid ihr mit dem Ergebnis? Oder seid ihr eher ein Fan von dem natürlichen Look? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! Ich freue mich auf den Austausch mit Euch.