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Dass gepflegte Haut zu den größten Schönheitsidealen gehört, ist bekannt. Und das ist ein weltweites Phänomen, wenn auch in verschiedenen Kulturen unterschiedlich ausgelegt: In Asien ist der blasse Hauttyp gefragt, in Europa steht eine leichte Bräune für Gesundheit und Attraktivität. Doch obgleich blass oder gebräunt – schön und rein muss sie sein, die Haut, unser größtes Organ. Wie ihr euren Hauttyp erkennt und die richtige Hautpflege Routine zusammenstellt, lest ihr hier.

Das Geheimnis für die richtige Hautpflege: Kenne deinen Hauttyp

Nur die wenigsten Menschen entsprechen tatsächlich der Definition von „Normaler Haut“. Weitaus mehr verbreitet sind die sogenannten Mischformen, die entweder zur Trockenheit oder zum Nachfetten neigen. Mit diesem simplen Test könnt ihr euren Typen zu Hause bestimmen.

Schritt 1: Reinigung

Reinige dein Gesicht gründlich mit deiner normalen Waschlotion oder Reinigungsschaum. Dabei solltest du sichergehen, dass auch wirklich alle Reste, zum Beispiel vom Tagesmakeup oder zuvor aufgetragenen Pflegeprodukten, entfernt werden. Anschließend wird das Gesicht sanft trocken getupft – reiben oder rubbeln sollte man übrigens nie, da dies die empfindliche Haut im Gesicht nur unnötig reizen würde. Bei besonders sensibler Haut kann ein Mikrofaser-Tuch helfen. Denn das ist besonders weich und sanft.

Schritt 2: Atmen lassen

Das gereinigte Gesicht sollte jetzt etwa 15 Minuten in Ruhe atmen können, das heißt: keine Hautpflege, kein Tonikum, kein Thermalwasser.

Diesen Schritt kann man, in verkürzter Form, auch in seine tägliche Reinigungsroutine einbauen, denn oft wird unterschätzt, wie viel man der Haut hilft, wenn man sie zum Beispiel nach jedem Produkt, was man aufträgt, kurz in Ruhe lässt, damit sie die Wirkstoffe nach und nach absorbieren kann.

Schritt 3: Beobachtung

Nun sind die fünf Minuten Verschnaufpause vorbei, und jetzt kommt der wichtigste Teil des Tests: Wie fühlt sich deine Haut an?

  • Möglichkeit 1: Die Haut fühlt sich entspannt und geschmeidig: Normale Haut. Das ist der Idealfall. Sie scheint ausgeglichen und richtig gepflegt zu sein. Du hast Glück, behalt deine aktuelle Routine bei und freu dich über deine gesunde Haut.
  • Möglichkeit 2: Die Haut spannt. Du hast schon seit Minuten das Gefühl, dass dein Gesicht dringend eine Pflege braucht? Das ist ein sicheres Zeichen für eine feuchtigkeitsarme, trockene Haut. Diese kann schnell schuppen oder jucken und ist meist sehr empfindlich gegenüber Pflegeprodukten und Umwelteinflüssen.
  • Möglichkeit 3: Die Haut glänzt. Am Liebsten würdest du dein Gesicht erneut waschen, da es sich nicht mehr so sauber anfühlt, wie kurz nach der Reinigung: ein klares Anzeichen für eine fettige Haut, die oft zu Unreinheiten wie Pickeln oder Mitessern neigt.
  • Möglichkeit 4: Die Wangenpartie spannt, Stirn und Kinn glänzen: Unterschiedliche Partien des Gesichts zeigen verschiedene Reaktionen. Dies ist nicht ungewöhnlich, denn die Mischhaut ist einer der am häufigsten Vorkommenden Hauttypen und mit der richtigen Pflege gut zu bändigen.

Hol das Beste aus deiner Haut: Typgerechte Reinigung und Hautpflege

 

Jetzt, wo du deinen Typ kennst, ist der nächste Schritt die Auswahl der dazu passenden Reinigungs- und Pflegeprodukte. Auch hier gibt es Mittel und Wege, leichter die richtigen Präparate zu finden.

Normale Haut

Normale Haut ist nicht sonderlich leicht reizbar, was die Auswahl der Pflegepräparate stark erleichtert. Feuchtigkeitspflege ist übrigens für jeden Hauttyp wichtig! Dass fettige Haut keine Feuchtigkeitspflege braucht, ist ein Mythos!

Reinigen: Die geeignetsten Produkte zur Reinigung normaler Haut sind Präparate in Milchform (Emulsionen). Diese reinigen gründlich und mild, behalten dabei den natürlichen pH-Wert der Haut bei und wirken schon leicht pflegend.

Tonisieren: Gesichtswässer für normale Typen können Alkohol enthalten, da dieser Hauttyp besonders reizarm ist. Die Obergrenze von 15% Alkoholgehalt sollte allerdings nicht überschritten werden, denn sonst kann der natürliche Säurehaushalt der Haut angegriffen und geschädigt werden.

Hautpflege: Am besten eignen sich hier Präparate mit einem ausgeglichenen Anteil von feuchtigkeitsspendenden und verschließenden (okklusiven) Inhaltsstoffen, wobei abends immer die reichhaltigere Variante gewählt werden sollte.

Trockene Haut

Trockene Haut braucht viel Zuwendung und Pflege, denn sie neigt oft zu „nervösen“ Hautzuständen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. Außerdem sollte auf reizende Inhaltsstoffe bei der Hautpflege weitgehend verzichtet werden.

Reinigen: Wer unter sehr trockener Haut leidet, kann auf Reinigungsöle zurückgreifen. Diese entfernen Reste von Alltagsschmutz gründlich und sind dabei stark rückfettend. Aber Achtung: Wer seine trockene Haut zu oft reinigt, entfernt nur die natürlichen Lipide und trocknet seine Haut so noch weiter aus! Die Verwendung eines reichhaltigen Reinigungsproduktes am Abend reicht deshalb oft aus. Morgens kann das Gesicht sanft mit lauwarmen Wasser benetzt werden oder mit einem besonders milden Öl gereinigt werden.

Tonisieren: Die empfindliche Haut sollte nicht noch weiter durch alkoholische Gesichtswässer gereinigt werden. Hier setzt der trockene Hauttyp besser auf pflanzliche Inhaltsstoffe wie Kräuter oder Gräser.

Hautpflege: Je trockener die Haut, desto höher sollte der Fettanteil der Pflege sein. Shea Butter oder Jojobaöl bilden einen schützenden Film auf der Haut, der Feuchtigkeit am Entweichen hindert. Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Aloe Vera, Hyaluronsäure, Urea oder Glyzerin beliefern die Haut mit Feuchtigkeit. Beide Komponenten sind für die Pflege trockener Haut unerlässlich. Besonders geeignet sind natürliche Feuchthaltesubstanzen wie Linolensäure, Vitamin C, E und A. Auch hier gilt: Die Nachtpflege sollte noch reichhaltiger sein, um die Haut ideal zu versorgen.

Fettige Haut

Wer glaubt, dass fettige Haut keine Pflege braucht, hat weit gefehlt. Auch dieser Hauttyp durstet nach unterstützenden Präparaten, jedoch ist es ratsam, in der Tagespflege auf größere Fettanteile zu verzichten.

Reinigung: Fettige Haut ist das Ergebnis einer Überproduktion von Talg und Fett. Um diesen Überschuss schonend zu entfernen, eignen sich Reinigungsgels, denn diese sind besonders leicht und dabei sehr gründlich. Finger weg von zu aggressivem Waschschaum – der entfernt mit Schmutz und Talgüberschuss auch den natürlichen Säureschutzmantel gleich mit und schadet somit der Haut.

Tonisieren: Wer stark fettige Haut hat, sollte auf Gesichtswasser mit entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkstoffen setzen. Diese beugen Pickeln und Mitessern vor, die häufig in Verbindung mit fettiger Haut auftreten.

Hautpflege: Ein Verzicht auf Hautpflege ist der falsche Weg, viel besser ist es, auf leichte Creme-Gels zu setzen, idealerweise mit unterstützenden Inhaltsstoffen wie Fruchtsäuren. Auch eine fettige Haut kann dehydriert sein, wenn man ihr nicht die richtige Feuchtigkeitspflege zukommen lässt. Dann glänzt die Haut vor lauter Öl und trotzdem fühlt sie sich gespannt und trocken an! Deswegen niemals auf Pflege verzichten, der Talg, den die Poren produzieren, ersetzt kein Pflegeprodukt!

Mischhaut

Diese Kombination aus zwei Hauttypen erfordert auch eine kombinierte Hautpflege Routine. Das klingt komplizierter, als es ist. Wir zeigen wie es geht:

Reinigung: Im Idealfall verwendet man hier ein sanft reinigendes Waschgel, das jedoch nicht zu stark austrocknet. Wer sehr trockene Stellen hat, sollte auf pflanzliche Inhaltsstoffe zurückgreifen, gut eignen sich zum Beispiel Brennnesselextrakt und Kräuterzusätze.

Tonisieren: Um die trockenen Areale des Gesichts nicht noch weiter zu reizen, eignen sich Gesichtswässer mit nur niedrigem Alkoholgehalt oder besser gleich ganz alkoholfrei.

Hautpflege: In der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) ist es wichtig, eine leichte Formulierung auf Gel-Basis zu verwenden, die nur einen geringen Fettgehalt aufweist. Die trockene Wangen und Augenpartie bedarf jedoch einer reichhaltigeren Pflege mit höherem Fettanteil. Gesichtsmaske selber machen: Auf besonders trockenen, schuppenden Stellen kann die Creme über Nacht getupft wie eine Maske verwendet werden.

Gut pflegen, gut fühlen

Mit der typgerechten Hautpflege lässt sich das Beste aus jedem Hauttypen gemacht werden, aber auch ein gesunder Lebensstil, ausgewogene Ernährung und Stressvermeidung helfen der sensiblen Hülle bei ihren vielfältigen Funktionen. Und besonders ab 30 freut sich die Haut auch über regelmäßige Treatments bei der Kosmetikerin des Vertrauens!

Liebe Grüße aus Mainz,

Jasmin